leer leer leer leer leer leer
  Landschaft der Boker-Heide
Boker-Heide
Abschlussbericht
AbschlussberichtLogo Bokerheide

Kurzexposé "Unterirdische Wassaufbereitung"

Die unterirdische Wasseraufbereitung benötigt nur wenige, einfach zuhandhabende Verfahrensschritte:

  1. Trinkwasser wird einem Vorratsbehälter entnommen und durch eine intensive Belüftung mit Umgebungsluft mit Sauerstoff angereichert.

  2. Das angereicherte Wasser wird über eine Brunnenanlage in das Grundwasser gepumpt.

  3. In einer Ruhephase laufen unterirdisch die chemischen und biologischen Prozesse ab, die zu einer Oxidation und Ablagerung der unerwünschten Wasserinhaltsstoffe führen.

  4. In der anschließenden Förderphase wird ein mehrfaches der zuvor in das Grundwasser gepumpten Wassermenge in Trinkwasserqualität aus dem Brunnen gefördert. Es dient zum einen der Versorgung der Bevölkerung und zum anderen der Zufuhr zu einem anderen Brunnen, der sich jetzt in der Anreicherungsphase befindet.

Vorteile gegenüber konventionellen Verfahren:

  • Die unterirdische Aufbereitung von Grundwasser verlegt die bei der herkömmlichen Aufbereitung Funktion Boker-Heide mittels Belüftung und Schnellfilltration oberirdisch ablaufenden Aufbereitungsprozesse in das Grundwasser, so daß keine Abfallprodukte in Form von Schlämmen anfallen, welche den Betreiber vor das Problem der umweltgerechten und kostengünstigen Entsorgung stellen. Da bei diesem naturnahen Aufbereitungsverfahren lediglich Sauerstoff als Oxidationsmittel verwendet wird, kann auf den Einsatz von umweltschädlichen Chemikalien vollständig verzichtet werden. Zusätzlich zu chemischen Aufbereitungsmechanismen kommen besonders bei der Entmanganung mikrobiologische Prozesse zum tragen, was auch die längere Einarbeitungszeit der Entmanganung gegenüber der Enteisenung erklärt.

  • Im Gegensatz zu oberirdischen Aufbereitungsverfahren mittels Belüftung und Schnellfiltration sind bei der sogenannten Insitu-Aufbereitung, mit Ausnahmen einer Anreicherungsstation, keine weiteren oberirdischen Anlagenteile erforderlich, da der Grundwasserleiter als natürlicher Aufbereitungsraum genutzt wird. Da Horizontalfilterbrunnen ergiebiger als Vertikalfilterbrunnen sind, kann die Anlage bei gleicher Fördermenge mit weniger Brunnen betrieben werden. Neben dem geringen Flächenverbrauch für oberirdische Anlagenteile müssen somit auch nur kleinere Schutzzonen ausgewiesen werden. Diese Flächenminimierung stellt einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der Konfliktsituation mit den Landwirten dar.

  • Das Verfahren der unterirdischen Wasseraufbereitung hebt sich weiterhin durch seine Flexibilität bezüglich schwankender Rohwasserqualitäten hervor. Im Fall der Boker-Heide werden sehr ungünstige und vorher nicht bekannte Rohwassermerkmale problemlos ohne Nachrüsten beherrscht.

  • Betriebstechnisch gesehen zeichnet sich das Verfahren durch seine Wartungsarmut und die Vermeidung von Ablagerungen in Leitungen und Armaturen aus, so daß deren Standzeiten deutlich verlängert werden. Weiterhin können die Reinigungsintervalle der Reinwasserbehälter verlängert werden.

  • Gegenüber herkömlichen Aufbereitungsverfahren fallen nur geringe Investitionskosten für oberirdische Anlagenteile an. Auch die Betriebskosten liegen meist unter denen der anderen Verfahren.

  • Die in der Boker beobachtete Reduzierung der organischen Verbindungen weist auf weitere Anwendungsgebiete der unterirdischen Aufbereitung hin. So konnte mit dem gleichen Verfahren bei einem anderen Wasserwerk bereits ein unterirdischer Abbau von Arsen nachgewiesen werden.

Abschließend ist festzuhalten, daß die unterirdische Grundwasseraufbereitung bei geeigneten Rahmenbedingungen eine sinnvolle und kostengünstige Alternative zu oberirdischen Verfahren darstellt.

Pfeil
Technik   
Besichtigung   
Radwandern   
Unternehmen   
Presse   
Links   




 

Punkte
    FunktionPunkte
Punkte
    Bauphase
Punkte
    Inbetrieb
        nahme
Punkte
    Bericht
Punkte
    Kennzahlen
Punkte
    Analyse