Begonnen wurde mit dem Bau des Wasserwerks im Jahre 1991. Dazu wurden im Umfeld der geplanten Brunnenanlagen etwa 100 Grundwassermeßstellen errichtet. So eine Meßstelle ist ein dünner Brunnen mit 10 cm Durchmesser und einer Tiefe zwischen 6 - 15 Metern. In den Grundwassermeßstellen werden zur Beweissicherung in regelmäßigen Zeitabständen die Grundwasserstände registriert und Proben für die Wasser- untersuchung entnommen.
Im Jahre 1992 wurde dann mit dem Bau des Behälterbauwerks begonnen. Das Behälterbauwerk besteht aus zwei runden Kammern mit je 1.200 m³ Inhalt. Die Behälterkammern haben die Aufgabe, die Schwankungen zwischen Zulauf aus den Brunnen und die Einspeisung ins Versorgungsnetz auszugleichen.
1993 erfolgte dann der Bau der Horizontalfilterbrunnen. So ein Brunnen besteht aus einem ca. 12 Meter tiefen Schacht mit 3 Metern Innendurchmesser. Zur Schachtherstellung wurde ein Schneidschuh aus Stahl aufgestellt und nach entsprechender Armierung bis ca. 1,5 m hoch betoniert. In diesem Bereich wurden auch die Wasserdurchführungen für die horizontalen Fassungsstränge eingebaut. Nach dem Aushärten des Betons wurde das innere Erdreich mit einem Bohrgreifer entfernt, so daß der Schacht aufgrund seines Eigengewichtes in den Untergrund sank. In dieser Taktfolge wurde der Schacht soweit in das Erdreich getrieben, bis der scharfe Schneidschuh auf die wasserundurchlässige Basis getroffen ist. Diese mußte dann durch einen Taucher vom Erdreich und von Gesteinsbrocken befreit werden, damit sich die Betonplombe richtig verkeilen konnte. Danach wurde dann die Betonplombe aus Unterwasserbeton eingebracht. Nach etwa 14 Tagen wurde der Schacht dann ausgepumpt, so daß er begehbar war. Nun wurden durch Pressen und Spülen die Filter, in Abschnitten von je einem Meter, horizontal in den Untergrund vorgetrieben.
Nachdem die Gewinnungsanlagen erstellt waren, wurde 1994 die Transportleitungen zur Anbindung an die Verteilernetze der jeweiligen Gesellschaften und die Verbindungsleitungen zwischen den einzelnen Brunnen erstellt. Bei den Rohren handelt es sich um Gußleitungen von 30 - 40 cm Durchmesser. Die Leitungen haben innen eine Auskleidung mit Zementmörtel und außen eine Kunstoffumhüllung. Insgesamt wurden dabei 20 km Rohrleitungen verlegt. Die Gesamtkosten betrugen rd. 20 Mio. DM.
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1991
Erstellung des Grundwasser- meßstellennetzes zur Beobachtung und Beweissicherung
1992
Bau der Speicher- und Förderanlagen
1993
Bau der Gewinnungsanlagen
1994
Bau der Transportleitungen
1995
Einfahren der Aufbereitung und Inbetriebnahme
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